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Schon wieder Donnerstag

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Huch, so schnell kann es gehen. Eben waren wir noch in Valencia, und schon ist wieder eine Woche rum! Bitte entschuldigt unsere kleine Funkstille, wir haben seit dem Wochenende fleißig an unseren Baustellen operiert und sind gar nicht dazu gekommen, ein großes Update zu senden.

Ohne das großzügige Sponsoring von Mr. Wash, Garmin und Helly Hansen hätten wir gar kein Schiff zum Reparieren 🙂 #immerpositivdenken

Wie sieht es nun aus? Die guten Nachrichten zuerst: wir haben jetzt einen Satz nagelneue Batterien, eine blitzblanke Schraube und nun auch eine Lichtmaschine ohne lockere Bürstchen. Die schlechten Nachrichten: das alles kostete eine ganze Menge Geld: ein Satz 6 neuer Batterien für 1600 €, Einbau der Batterien sowie Fehlersuche und Reparatur unseres Motorproblems incl. Tauchgang noch einmal 800 € und da Cartagena auch nicht das billigste Hafenpflaster ist, noch stolze 360 € Hafengebühren oben drauf. Uff. Aber nachdem wir tagelang den unfassbar beschäftigten und kaum zu fassen bekommenden Handwerkern (flutschiger als eine Flunder!) hinterhergeflitzt sind, haben wir nun endlich die Lösung gefunden und können hoffentlich unsere Reise problemlos weiter fortsetzen. Und das ist ja dann auch gut für die Stimmung in der Crew, nach so vielen Startschwierigkeiten mal ein paar sonnige Tage ungestört segeln zu können 🙂

Was war das Problem? Wie so oft im Leben, eine ungünstige Verkettung verschiedener Ereignisse: unsere Lichtmaschine war im letzten November schon einmal in Valencia repariert worden, aber auf irgendeine Weise hatte sich wohl eine der Bürsten, welche den Strom übertragen und schlussendlich in unseren Batterien leiten sollen, gelöst, und so wurden die Batterien nicht optimal aufgeladen. Wenn Batterien sich dann durch Energieverbrauch ständig zu tief entladen, ohne rechtzeitig wieder frischen Strom zu fressen zu bekommen, führt das irgendwann dazu, dass sie unbrauchbar werden und ersetzt werden müssen. Der Motor selbst, der die Lichtmaschine antreiben soll, hatte auch ein bisschen Magenschmerzen, aber nachdem wir ihn von Ruß und Korrosion befreit hatten, und die freche Pockenkolonie aus der Schiffsschraube und Antriebswelle ausquartiert war, schnurrte wieder alles wie ein Kätzchen. Was für eine Odysee!

Gestern, am 27. Juni 2020 gegen 16 Uhr konnten wir endlich wieder aus Cartagena lossegeln, mit ordentlich Rückenwind und einer langen Rechnung für Hafengebühren und Reparaturen im Gepäck. So war das nicht gedacht, aber was will man machen 🙂 Der starke Wind über Nacht wurde uns zwischenzeitlich doch etwas stürmisch, mit teilweise 13 Knoten Schiffsgeschwindigkeit über Grund und 44 Knoten Wind in Böen segelt es sich nur mäßig entspannt durch die Dunkelheit. Deshalb kurz vor 6 Uhr morgens am heutigen Donnerstag in Aguadulce eingelaufen für ein bisschen Erholung nach den Strapazen der Nacht.

Bye Bye Cartagena! Hoffentlich das nächste Mal ohne lange Zwangspause…

Wie wird es weitergehen? Bis zum Sonntag soll es noch guten Wind aus Nordost geben, also genau richtig für unsere Fahrt Richtung Westen nach Gibraltar. Und mit etwas Glück wird er genau dann drehen und uns auf einem Vorwindkurs die Küste von Portugal hochpusten. Wir sind gespannt… ihr wisst ja wie das ist mit dem Segeln und den Plänen 😉 Aber egal ob uns die Wettergötter mit einem flotten Zischen als Ausgleich für unsere Technik-Strapazen beschenken, oder uns mit erratischen Wetterwechseln weiter fordern: wir segeln weiter und finden die beste Strategie für jede Herausforderung!

Die #rebellischeHeimkehr geht weiter, und hoffentlich können wir euch bald auch einen Bordfunk von unterwegs senden.

PS: durch unsere unverhofften Reparaturen sind wir umso mehr auf eure Unterstützung angewiesen. Schaut doch mal auf unsere Spendenseite (oder kauft einen praktischen Schlauchschal als pandemie-taugliche Gesichtsbedeckung in unserem Shop ;)) und erzählt auch euren Freunden, Angehörigen und Ärzten von den Segelrebellen!

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